Presseberichte 2021 -

Schaumburger Zeitung vom 3. Mai 2022

Endlich wieder ein Museumsfest

HATTENDORF. Besser hätte es am Sonntag nicht sein können. Die Sonne strahlte vom Himmel und immer mehr Menschen strömten auf den Museumsvorplatz. Alle Altersgruppen waren gekommen, um gemeinsam die Eröffnung der 38. Museumssaison zu feiern und sie hatten Spaß dabei.

 

„Zwei Jahre fand wegen Corona keine Maifeier statt, doch nun dürfen wir wieder“, sagte der Vorsitzende des Vereins für Heimatpflege Auetal Karl Hampel zur Begrüßung. Es sei toll wieder so viele fröhliche Menschen zu sehen. Man merkte den Besuchern an, dass sie das zurückgewonnene Lebensgefühl genossen.

Schaumburger Zeitung vom 6. April 

Heimatmuseum: Unterricht wie anno dazumal

HATTENDORF. „Gerade sitzen und die Hände auf die Tische“ – Lehrer Landmann ging mit dem Rohrstock durch die Reihen und unterrichtete. Wer nicht aufmerksam war, der bekam unvermittelt einen Schlag auf die Finger.

 

Selbstverständlich hat Jörg Landmann nicht zugeschlagen, denn die Zeiten, in denen die Schülerinnen und Schüler so „erzogen“ wurden, sind zum Glück längst vorbei. Der ehemalige Schulleiter hat den Drittklässlern der Grundschule Auetal im Heimatmuseum in Hattendorf, in der ehemaligen Schulstube, gezeigt, wie anno dazumal unterrichtet wurde.

Schaumburger Zeitung vom 29. November 2021

Überraschende Entdeckung: Katrin Iber spielt auf Geige ihres Ururgroßvaters

HATTENDORF. Das Leben schreibt manchmal die besten Geschichten – so wie diese: Einem großen Zufall ist es zu verdanken, dass die Familie Iber von der Existenz der Geige des Dorfschullehrers Ferdinand Iber erfuhr. Der Vorfahr lehrte ab 1894 für mehr als 30 Jahre in Rolfshagen und setzte für den Unterricht eine Geige ein, die er von seinem Vater zum Lehrerexamen geschenkt bekommen hatte.

Schaumburger Zeitung vom 4. August 2021

Heimatmuseum Auetal erhält antike Schrotsäge

HATTENDORF. „Die Schrotsäge stammt vom Ende der 1930er-Jahren und wurde nachweislich im Radener Forst zum Sägen von Buchen eingesetzt. Ein Hersteller ist nicht bekannt“, berichtet Rainer Bruns; der Ehrenamtliche gehört zur sogenannten Mittwochsrunde, die sich einmal die Woche im Museum trifft, um all die Dinge zu erledigen, die so anfallen. In dieser Runde ist Bruns nicht zuletzt wegen seiner Fertigkeiten als Restaurator geschätzt. „Die Schrotsäge“, sagt er, „war noch bis Anfang der 1950er-Jahre im Einsatz. Danach wurde sie von einer Motorsäge abgelöst.“

Schaumburger Zeitung vom 5. Februar 2021

Heimatmuseum besitzt älteste Rechenhilfe der Welt

HATTENDORF. So alt ist das Exemplar, das im Klassenzimmer des Heimatmuseums in Hattendorf direkt vor dem Katheder steht zwar bei Weitem nicht, aber Karl Hampel glaubt, dass Schüler mit dem Auetaler Abakus noch in den 40er Jahren einfache Grundrechenarten wie Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division erlernt haben. Fest steht: „Dieses Rechenbrett gehörte damals zur festen Ausstattung der Grundschule, die seit 1984 Museum ist“, weiß der Leiter. Hampel: „Abaki wie der unsrige wurden in der Regel vom ortsansässigen Tischler gefertigt.“ Dafür spricht, dass sich auf dem braun lackierten Holzrahmen des Hattendorfer Exemplars kein Herstellername findet, wie das bei industriell gefertigten Abaki die Regel ist.