Beim Maibaumaufstellen gibt es eine Dusche
Die 27. Museumssaison ist eröffnet / Fröhliches Fest, bei dem es viel zu bestaunen gibt
Hattendorf (la). Während kürzlich im und am Heimatmuseum in Hattendorf fleißige Helfer die letzten Vorbereitungen für die Saisoneröffnung getroffen haben, sind die Wanderer unter der Leitung von Rainer Bruns am Rehrener Marktplatz gestartet. Im Mehrzweckraum des Museums wurde derweil das Kuchenbüfett vorbereitet. Rund zehn Torten passten auf die Verkaufstische; weitere rund 30 leckere Kunstwerke wurden zunächst als Vorrat im Kühlschrank verstaut. Auf dem Museumsvorplatz wurde der Grill angezündet, das erste Bierfass angestochen und Schmied Stefan Müller heizte ebenfalls den Ofen an. Der Vorsitzende des Vereins für Heimatpflege Auetal, Jörg Landmann, machte einen letzten Rundgang durch die Ausstellungsräume des Museums und war zufrieden. „Die 27. Museumssaison kann beginnen“, stellte er fest.
Vor allem die Männer der sogenannten Mittwochsrunde hatten in der Winterpause jeden Mittwoch und darüber hinaus an zusätzlichen Tagen im Museum gewirkt. Exponate sind restauriert, Wände geweißt und Bilder für die Sonderausstellung „Historische Auetaler Orts- und Hausansichten“ eingescannt, ausgedruckt und hinter Glas an die Wände gebracht worden.
Auch beim Aufhängen der Kunstwerke von Margarete Sassenberg, die ihre in Öl gemalten Bilder ausstellt, wurde kräftig geholfen. Die Familie Estler aus Rehren bekam Hilfe beim Aufbauen ihrer Zinnfigurensammlung.
Nach und nach trudelten die Besucher am Museum ein. Als schließlich auch die Wandergruppe und die Auetaler Treckerfreunde in Hattendorf angekommen waren, eröffnete Landmann die Museumssaison und dankte in seiner Rede allen ehrenamtlichen Helfern.
Die Dorfgemeinschaft Hattendorf stellte den Maibaum auf. Dabei bekamen die kräftigen Männer eine ordentliche Dusche ab, weil in der Bodenhülse eine Menge Wasser stand, das beim Einsetzen des Maibaums wie eine Fontäne herausschoss. Die Hattendorfer Kindergartenkinder tanzten um den Maibaum und wickelten dabei bunte Bänder um den Stamm.
Im Museum herrschte schließlich ein reges Treiben. Die neuen Exponate wurden unter die Lupe genommen, viele Fragen gestellt und natürlich auch die Sonderausstellungen bewundert. „Man müsste neben jedes historische Foto noch eins von heute hängen, damit man vergleichen kann, wie es jetzt aussieht“, stellte Ulrich Böhne beim Betrachten der Bilder fest.
Besonders bewundert wurden die Kunstwerke von Margarete Sassenberg, die mit ihren 83 Jahren die schönsten Blumen- und Landschaftsbilder malt und davon einen Teil ausgestellt hat. Auch die Zinnfiguren, mit denen unter anderem die Schlacht in Hessisch Oldendorf nachgestellt wurde, fanden begeisterte Fans. Und immer wieder entdeckten Besucher des Museums neue Exponate, die in der Post, der Schneiderstube oder in dem Raum mit den Tierpräparaten und seltenen Steinen die Ausstellung erweitern.
"4"Zeiten: Geöffnet ist das Heimatmuseum Auetal in Hattendorf an folgenden Sonntagen: 8. und 15. Mai, 5. und 19. Juni, 3. und 17. Juli, 7. und 21. August, 4. und 18. September, 2. und 19. Oktober, und zwar jeweils von 15 bis 17 Uhr.
"4"Kontakt: Zusätzliche Termine können mit Jörg Landmann, (05751) 5601, oder Karl Hampel, (05752) 600, vereinbart werden. Schulklassen und Gruppen können sich anmelden, „Unterrichtsstunden“ in der Schulstube erleben und Führungen erhalten. Auch Trauungen können im Heimatmuseum vorgenommen werden.
