Nostalgische Fotos locken: „Weißt du noch, damals…?“

Kindergartenkinder tanzen unter dem Maibaum zur Eröffnung der 26. Saison des Heimatmuseums

Hattendorf (la). Pünktlich um 11.30 Uhr sind am Maifeiertag die „Grenzwanderer“ in Hattendorf am Museum eingetroffen und stärkten sich sofort mit deftigem Eintopf und kühlen Getränken. Der Vorsitzende des Vereins für Heimatpflege Auetal, Jörg Landmann, begrüßte die zahlreichen Besucher, die den Weg zur Maifeier mit Eröffnung der 26. Museumssaison gefunden hatten. Erstmals standen sie dabei auf „festem“ Untergrund, denn den vielen ehrenamtlichen Helfern aus der Dorfgemeinschaft Hattendorf, der Ortfeuerwehr und Mitgliedern des Heimatvereins war es gelungen, rechtzeitig vor Saisoneröffnung den Platz vor dem Museum mit „Schaumburger gerumpelten“ zu pflastern.

Auf großes Iteresse stoßen bei den Museumsbesuchern die Fotos aus Handel und Gewerbe. Foto:La

 

„Mein besonderer Dank gilt Ortsvorsteher Helmut Meier, der stets als Antreiber selbst Hand anlegte, um das Werk zu vollenden“, so Landmann. Dank sagen wollte er aber auch seiner „Mittwochsrunde“, die im vorigen Jahr an die 2000 Stunden ehrenamtlich für das Museum gearbeitet hat, damit Platz für neue Exponate und für eine bessere Darstellung geschaffen wurde.

Auetals Bürgermeister Thomas Priemer ging gespannt auf einen Rundgang durch das Museum und durch die Sonderausstellung „Photographica“, nachdem auch er die Leistungen der vielen Helfer gewürdigt hatte. „Dieser Platz vor dem Museum lebt mit der Dorfgemeinschaft. Und es war sicher nicht ungeschickt, ihn von dieser Gemeinschaft auch bauen zu lassen, damit sie sich noch mehr als bisher damit identifiziert“, so Priemer. Er lobte, dass die Kosten durch den ehrenamtlichen Einsatz auf erträgliche 8000 Euro gehalten werden konnten – die reinen Materialkosten. „Mit der Gestaltung des Vorplatzes wird das beachtenswerte Kleinod eine echte Begegnungsstätte, in der Geschichte bewahrt und Erinnerungen wach gehalten werden“, so Priemer.

Zur Museumseröffnung waren auch die Auetaler Treckerfreunde mit ihren Oldtimern gekommen. Kräftige Männer der Dorfgemeinschaft stellten den Maibaum auf, unter dem dann die Kindergartenkinder der „Räuberhöhle“ mit bunten Bändern tanzten. Für das leibliche Wohl hatten die Helfer des Heimatvereins gesorgt. Das Angebot reichte vom Eintopf über Gegrilltes bis zu leckeren Torten. Die meisten Besucher machten es sich in einem Zelt gemütlich, um sich zu stärken. Auch die neue Eichenbank, die Christa und Achim Kluge aus Borstel dem Museum gespendet hatten, war stets besetzt.

In der Dorfschmiede ließ sich Stefan Müller bei der Arbeit über die Schulter schauen. Bei einem Rundgang durch das Museum stellten die zahlreichen Besucher wieder einmal positive Veränderungen fest. Den Auetaler Feuerwehren, dem Postwesen, den Gedenkstätten und der Geologie wurden in neu gestalteten Räumen mehr Platz zugestanden.

Einen breiten Rahmen nehmen in diesem Jahr zwei Sonderaustellungen ein. Historische Fotoapparate, Kameras und Projektoren aus seiner privaten Sammlung zeigt Siegbert Held aus Rolfshagen in seiner Ausstellung mit dem Titel „Photographica“. In einer Bilder-Sonderausstellung sind Fotos von Betrieben sowie aus dem Handel und Gewerbe im Auetal zu sehen. Da war schon am 1. Mai häufig zu hören: „Ach das ist doch…! Weißt du noch…“, denn viele Fotos weckten Erinnerungen.

Der Vorsitzende des Vereins für Heimatpflege Auetal, Jörg Landmann, der mit seinem Verein Träger des Museums ist, zeigte sich gleich nach Eröffnung der neuen Saison mit dem Besuch und großem Interesse an den Sonderausstellungen mehr als zufrieden.

"4"Bis Oktober ist das Heimatmuseum in Hattendorf an jedem ersten und dritten Sonntag im Monat von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Andere Termine, auch für Gruppen, sind mit dem Vorstand des Heimatvereins abzusprechen. Möglich sind auch Trauungen in der Schulstube des Museums. Weitere Informationen im Internet auf www.heimatmuseum-auetal.de.

Auf großes Interesse stoßen bei den Museumsbesuchern die Fotos aus Handel und Gewerbe.

Foto: la